Schmerzfrei im Alter

Aktive und passive physiotherapeutische Übungen für den Alltag mit deinem alten Hund

Egal, ob du präventiv – also vorsorgend – arbeiten willst oder du bereits körperliche Einschränkungen bei deinem Hund bemerkt hast. Ich freue mich sehr, dass du etwas für die Gesundheit deines älter werdenden bzw. alten Hundes tun willst und möchte dich auf deinem Weg begleiten.

Nichts spricht dagegen, deinen Hund in Absprache mit der Tierärztin bzw. dem Tierarzt deines Vertrauens bei aktuten Schmerzen für ein paar Tage mit einem Schmerzmittel zu unterstützen.

Die regelmäßige Gabe Schmerzmitteln sollte jedoch der letzte Schritt auf der Schmerz-Skala sein. Bevor du diesen Schritt in Erwägung ziehst, gibt es einige Stellschrauben, an denen du drehen kannst. Eine an die Bedürfnisse deines Hundes angepasste Ernährung und darauf abgestimmte Nahrungsergänzungsmittel sind zwei wichtige Bausteine, homöopathische Begleitung und Akupunktur sind ergänzende Möglichkeiten, über die du dich informieren kannst. Mein Anliegen ist es, dir passive und aktive Übungen im Rahmen der Physiotherapie für alte Hunde beizubringen. Damit gemeint sind Massage- und Dehnübungen sowie kurze angepasste sportliche Einheiten, mit denen du deinen alten Hund dabei unterstützt, weiter oder wieder aktiv an eurem gemeinsamen Alltag teilnehmen zu können.
„Passiv“ meint in diesem Zusammenhang, dass dein Hund auf der Seite liegt, du massierst und dehnst seine Muskulatur nach Anleitung. „Aktive“ Übungen sind kurze gemeinsame Aufgaben, während derer dein Hund steht oder langsam geht und du leitest ihn an, beispielsweise abwechselnd die Vorderpfoten zu geben oder seine Balance zu schulen.

Sowohl die aktiven als auch die passiven Übungen kannst du leicht mit dem mir entwickelten Programm erlernen und zuhause umsetzen. Bei regelmäßigem Training können sie dazu beitragen, dass dein Hund mit deiner Unterstützung

  1. seine gesamte Muskulatur länger fit hält, 
  2. die Beweglichkeit seiner Gelenke beibehält, 
  3. seine Nervenfunktionen erhält sowie 
  4. seine Koordination und Bewegungsabläufe schulen kann.

Wozu das alles gut ist, fragst du dich nun vielleicht. Die Antwort ist recht simpel: Im Alter ist dein Hund wie ein alternder Mensch auf deine Unterstützung und Liebe angewiesen. Er kann sich alleine nicht helfen. Mit den passiven und aktiven Übungen

  1. verlangsamst du den Alterungsprozess deines Hundes
  2. verbesserst du seine Mobilität und förderst seine Selbstständigkeit,
  3. linderst du Muskel- und Gelenkbeschwerden durch
  4. Entspannung der Muskulatur und 
  5. verminderst in der Folge Schonhaltungen und Lahmheiten.

Der Zeitaufwand pro Woche ist überschau- und gut in deinen Alltag integrierbar: Er bemisst sich danach, welche Schwierigkeiten dein Hund in welcher Intensität hat und wie viel Zeit dir täglich zur verfügung steht. Eine detaillierte schrittweise Anleitung erhälst du natürlich im Programm selbst.

Zur Prophylaxe – also zur vorbeugenden Arbeit mit deinem Hund – benötigst du in etwa zwei Stunden pro Woche, wenn du ihn ein Mal pro Woche mit einer passiven Einheit und an sechs Tagen pro Woche mit kurzen aktiven Einheiten unterstützt. Hat dein Hund leichte Schwierigkeiten mit seinem Bewegungsapparat oder gerade sogar akute Probleme, solltest du ehrlicherweise – vor allem zu Beginn des Programms – mehr Zeit für eure Übungen einplanen.

Du kannst mit diesen gezielten Übungen so viel für die Lebensfreude und Schmerzfreiheit deines alten Hundes tun – gleichzeitig vertieft ihr euer Verhältnis auf eine ganz besondere Art und Weise, denn dein Hund spürt, dass du ihm etwas Gutes tust und wird es dir danken. 🖤